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Zeitzeugenvortrag: "Alltag in der DDR"

„Was braucht man zum Leben?“ – so begann der Vortrag des Fotografen und Autors Siegfried Wittenburg, der am Mittwoch, den 14.03.2018 zu Gast in der Grafen-von-Sempt-Mittelschule Markt Schwaben war. Aufmerksam lauschten ihm die Schüler der neunten und zehnten Klassen. Und schon bald kamen alle darauf, dass neben Nahrung, Kleidung und Strom auch Liebe eine wichtige Lebensgrundlage ist. Was hat das mit der damaligen DDR zu tun, um die es in dem mit Spannung erwarteten Vortrag doch eigentlich gehen sollte? Ganz einfach: Unsere Mittelschüler sind die erste Generation, die in Freiheit und Demokratie aufgewachsen ist. „Liebe“ gab es in der damaligen DDR schon, aber eher innerhalb der eigenen Familien als durch den Staat. Dies wurde an Hand der nun folgenden Fotos eindrucksvoll dokumentiert. Sei es, dass die Menschen aus ihren Häusern am Strand in Plattenbauten ohne befestigte Straßen vertrieben wurden, oder sei es, dass auch engste Freunde sich nicht sicher sein konnten, ob unter ihnen ein Spitzel war: Das Leben wurde geprägt von Unterdrückung, Misstrauen und dem beständigen Wunsch, das Land doch noch irgendwie heimlich verlassen zu können. Diese Alltagsstimmung fing Herr Wittenburg, Jahrgang 1952, bereits als junger Erwachsener ein. Im Jahr 1977 kaufte er sich seine erste Kamera und wurde schon bald der Leiter des Fotoklubs „Konkret“. Wer an die utopischen Versprechen des Arbeiter-und Bauernstaates nicht glaubte, wurde überwacht. Und so kam es, dass auf Herrn Wittenburg zehn informelle Mitarbeiter der Stasi angesetzt wurden. Denn unliebsame Fotos machte er viele, konnte doch nur so der Alltag realistisch festgehalten werden.
Wir danken Herrn Wittenburg für diesen informativen und stets spannenden Vortrag!